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Nationalrat Thomas Hurter beim Gewerbeverein Thayngen!

Lockerer Fondueplausch mit Nationalrat Thomas Hurter

02.02.2015 von Bernhard Müller

Nationalrat Thomas Hurter

Nationalrat Thomas Hurter

Der seit Jahren durchgeführte Fondueplausch des Gewerbevereins in der Schützenstube Altdorf gehört zum traditionellen Jahresstart mit Gemütlichkeit und starkem Inhalt. Der starke Inhalt bildet nicht nur das würzige, regionale Fondue, sondern auch die gehaltvollen Vorträge der geladenen Gastreferenten. So reiht sich dieses Jahr Nationalrat Thomas Hurter in die Liste der Referenten ein, wo sich bereits unter anderen schon Altbundesrat Adolf Ogi, Nationalrat Max Binder Illnau, oder die ideenreiche Unternehmerin Gabriele Manser der Appenzeller Mineralquelle Gonten befindet.

Das diesjährige Fondue wurde vom Holzbau Jungunternehmer Thomas Meister unter freiem Winterhimmel vor der Schützenstube vorbereitet, dies natürlich auf seinen patenten „Reiatfonduekerzen“.

Dabei strahlten die lodernden Flammen unter dem Fonduepfannen sowie die Halstücher und Kappen der Teilnehmer einen ganz besonderen winterlichen Reiz aus. Dazu heizten die offenen Flammen, das rassige Fondue, der zur Region passende Kirsch und Wein den Gaumen als auch den Geist auf, sodass die Stimmung gleich zu Beginn locker wirkte.

Dennoch war bald der eine oder andere froh, denn Kaffee und den Dessert in der warmen Schützenstube geniessen zu können.

Heisse Themen in kalter Nacht

In einer kalten Nacht wird die warme Stube besonders geschätzt. Diese sah man Thomas Hurter an, stand er doch plötzlich hemdsärmlig, somit nicht mehr tief im Mantel eingepackt vor der Gesellschaft, als ihn der Gewerbepräsident Stefan Imthurn kurz vorstellte und ihm das Wort zum angekündigten Referat übergab.

Dabei wirkte Thomas Hurter im Hemd wohl locker, aber in der Botschaft konzentriert.

Konzentriert, weil der Schaffhauser Bundesvertreter klar spürte, dass die Gewerbler einiges

von ihm erfahren wollten. Top aktuelle Themen, wie die gleichentags von der SNB aufgehobene Stützung des Mindestkurses. Dabei war offensichtlich, dass den grenznahen Gewerbetreibenden eine unsichere Zukunft vorahnt.

Nach den Berichten zu aktuellen Geschäften der Wintersession in Bern beleuchtete Hurter auch Auswirkungen der Abstimmungsvorlagen wie die „FABI“ also den Bahnausbau. In Sachen Öffentlichen Verkehr setzt er klar auf den Ausbau der Zugsstrecke Schaffhausen -Basel.

Ausrichtung auch nach Basel

So zeigt der Verkehrssachverständige Hurter auf, dass der Kanton Schaffhausen beim Grosskanton Zürich nur ein Junior Partner ist und bleiben wird. Mit der Erschliessung der Agglomeration Basel geht für Schaffhausen eine weitere attraktiver Achse in Richtung Bildungsstadt mit grossem Arbeitsplatzangebot auf.

In Bezug auf die Grenznähe stellt Thomas Hurter fest, dass mit dem Fall der Euro Mindestgrenze das Gewerbe und die Exportindustrie vor allem in Grenznähe auf eine harte Zeit einstellen muss. Dennoch schätzt er die Betreibe in dieser Region so ein, dass sie mit der Belastung und Möglichkeiten der Grenznähe schon immer umgehen konnten.

Langfristig sieht Hurter jedoch auch keinen Ausweg für die SNB, als dass die Mindestkursgrenze nicht für ewig gehalten werden konnte.

Mit seinen Ausführungen bewies der Bundespolitiker sehr viel Kompetenz. Auch zeigt er auf, dass er nach wie vor als Pilot tätig ist und nicht als Vollprofi Politiker unterwegs ist. Diesbezüglich ruft er die Gewerbetreibenden auf, sich aktiv am Geschehen der Politik zu beteiligen, ganz unter dem Motto: „wer nicht mitpolitisiert, mit dem wird politisiert“.

In dieser Richtung zeigt der Gewerbeverein Thayngen / Reiat mit dem Besuch im Bundeshaus im vergangen Herbst deutlich Flagge.

Dass der Schaffhauser Volksvertreter durchaus volksnah wirkt und eine lange Ausdauer hat, wiederspiegelt sich am Schluss der Veranstaltung. So gehörte Thomas Hurter - umgeben von gesprächsfreudigen Gewerblern mit „Hockleder“ - nicht zu den ersten, der aus der Schützenstube heimkehrte.

In diesem Sinne hat sich der Fondueplausch einmal mehr als lockerer Anlass mit starkem Inhalt bewährt, sodass ein nächster folgen kann.