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SVP-Fraktion: Übungsabbruch bei den teuren Schulleitungen!

Die Grossstadtrats-Fraktion der städtischen SVP, Junge SVP und EDU fordert die Respektierung des Volkswillens und spricht sich geschlossen gegen die Vorlage zur Verlängerung des Schulversuches TAGS aus.

25.03.2009 von Daniel Preisig

Die SVP-, Junge SVP- und EDU-Fraktion wird am Dienstag im Grossen Stadtrat geschlossen gegen die Weiterführung des Schulversuches TAGS stimmen. Das Schaffhauser Stimmvolk hat sich bei der Abstimmung über das Schulgesetz deutlich gegen den Schulleitungs-Wasserkopf ausgesprochen. Ausserdem kann sich die Stadt in der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Zeit rund Fr. 2 Mio. für die flächendeckende Einführung von Schulleitungen nicht leisten.

Keine zwei Monate ist es her, seit das Volk das Schulgesetz mit einer niederschmetternden Mehrheit bachab geschickt hat. Eines der Hauptargumente war: Das Schaffhauser Stimmvolk will keinen millionenschweren Wasser-kopf, der unseren Schülerinnen und Schülern nichts bringt! Bei der Mehrheit der linksdominierten Fachkommission scheint diese Botschaft noch nicht angekommen zu sein. Sie fordert die Weiterführung des Schulversuches «Teilautonom geleitete Schulen TAGS». Das ist eine klare Missachtung des Volkswillens.

Bei den «Teilautonom geleiteten Schulen TAGS» handelt es sich um einen Schulversuch, der in der Stadt bereits seit dem Schuljahr 1999/2000 läuft. Bereits einmal wurde der Kredit überschritten und jetzt greift der Stadtrat erneut tief in die Finanzierungs-Trickkiste: Mit einem «Überbrückungskredit» soll die Fortsetzung des Schulversuches fi-nanziert werden. So bleibt man knapp unter der magischen Grenze von 600`000 Fr., bei der eine obligatorische Volksabstimmung notwendig wäre. Das ist Salamitaktik!

In der Vorlage der Fachkommission wird davor gewarnt, dass bei einem Abbruch des Schulversuches «wertvolles Know-How verloren» ginge. Tatsache ist: Aktuell stehen zwei personelle Wechsel bei den Schulleitungen an. Der Zeitpunkt für einen Übungsabbruch wäre also ideal.

Die SVP/JSVP/EDU-Fraktion wehrt sich auch entschieden gegen die flächendeckende Einführung der geleiteten Schulen. Dies würde die Stadtkasse jährlich wiederkehrend (!) rund 2 Mio. Franken kosten. Das ist viel Geld, wel-ches besser in unsere Schülerinnen und Schüler investiert würde, statt in die Schulverwaltung. Die SVP/JSVP/EDU-Fraktion ist überzeugt, dass die Schülerinnen und Schüler gar nichts bemerken würden, wenn die Schulleitungen wegfallen würden. Statt Schulleitungen sollten besser Lehrerinnen und Lehrer gestärkt werden. Sie stehen in direk-tem Kontakt mit den Schülern und haben den grössten Einfluss auf den Lernerfolg. Entscheidender als Strukturen sind ohnehin die Personen: Auf diese kommt es letztlich an. Und dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob es sich um einen Schulleiter oder einen Schulvorsteher handelt.

Die Weiterführung der TAGS wäre klar eine Umgehung des Volkswillens. Die flächendeckende Einführung geleiteter Schulen ist für die Stadt Schaffhausen in dieser schwierigen wirtschaftlichen Zeit finanziell nicht tragbar. Deshalb wird sich die SVP/JSVP/EDU-Fraktion geschlossen gegen die Vorlage aussprechen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dieser wäre kurz und relativ schmerzlos.

für die SVP/JSVP/EDU-Fraktion des Grossen Stadtrates
Daniel Preisig

 

 

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