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SH-Tourismus

Kleine Anfrage vom 24.09.2001

Kantonsrat, von Hansueli Scheck

Wie in der SN vom Samstag, dem 22. September zu lesen war, wurde anfangs September in Savigny ein Fest gefeiert, an dem Schaffhausen als Gastkanton eingeladen wurde. Aus Zeitgründen wurde diese Einladung aber abgelehnt. Dass jedoch gar niemand aus Schaffhausen anwesend war, enttäuschte die Organisatoren schon einwenig.

Es ist mir klar, Kritik anzubringen ist immer einfach, Prioritäten zu setzen ist sicher auch schwierig, und dass die 500-Jahr-Feier sehr viel Arbeit gekostet hat, ist auch allen klar.

Die Absage zur Teilnahme einer Delegation am Sechseläutenumzug, aus Zeitgründen, ist noch verständlich. Aber dass die Möglichkeit, eine Randregion in einem ganz anderen Landesteil zu repräsentieren nicht recht wahrgenommen wurde, aus Zeitgründen, ist sehr fraglich.

Da haben wir erst im GR der Änderung des Wirtschaftsförderungsgesetzes und der Erhöhung der Mittel zugestimmt, und nun dies.

Aus meiner Sicht gehört Wirtschaftsförderung, Wohnortsmarketing („Benken lässt grüssen“) und Tourismusförderung zusammen. Ist Tourismus nicht auch Wirtschaftsförderung?

Wir reden immer von der Randregion und vom Abgenabeltsein, gerade darum sind solche Kontakte und Präsentationen wichtig. Wie ich von einer Verwandten aus dem Klettgau erfahren habe, wurde sie erst kürzlich von einer Besucherin aus Brugg gefragt, ob sie Schweizerdeutsch verstehe. Diese Frau glaubte, sie sei in Deutschland. Dies zeigt deutlich, dass hier noch Nachholbedarf besteht.

Bei so einem Anlass wie in Savigny hätte es ja nur eine Delegation gebraucht, welche den Kanton würdig vertreten hätte. Leider wusste fast niemand davon, aus Zeitmangel.

Ich hoffe, dass in Zukunft die Prioritäten, auch unter Zeitmangel, so gut und so sinnvoll wie möglich gesetzt werden. Nur so können wir unsere „angeschlagene“ wunderschöne Region bekannt machen.

Sieht das der Regierungsrat auch in diesem Sinne, und ist er in Zukunft gewillt auch über SH-Tourismus alles zu unternehmen, um unsere „grüne Region“ ennet dem Rhein noch bekannter zu machen?

Wirtschaftsförderung, Wohnortsmarketing und Tourismusförderung sei Dank.